Ball hinterläßt Wasserspur

Mairegen bringt Segen

Jedenfalls für die Pflanzen, die haben es wirklich gebraucht. Nicht so für die Fußballer: der gestrige Platzregen erwischte die Erste Männermannschaft der Falken mitten im Spiel gegen die Reserve der in der Brandenburgliga spielenden BSG Stahl Brandenburg, gegen die sie sich zudem eine 1:3-Niederlage einhandelte. Der Liveticker auf Fussball.de wurde bestens bestückt, die Bilder vom Spiel kann man sich auf der Falkewebseite angucken. Zahlreiche Fans konnten unter das Dach des von der Fa. Dethloff GmbH errichteten Grillstandes flüchten und verfolgten die Partie von dort aus. Deren Namensgeber Gerd Dethloff hatte schon damals das Kassenhäuschen für die Gemeinde Falkenrehde auf- und jetzt durch die Überdachung und Theke des Grills ausgebaut. Und wurde auch nass. Nächstes Heimspiel ist Saisonende am 13.06.2026 um 12:30 (Falke II) und 16:00 Uhr (Falke I).

Die Petrijünger des Angelvereins Falkenrehde konnten noch trockenen Fußes nach Hause kommen. Die trafen sich nämlich schon um 6:30 Uhr am Havelkanal zum diesjährigen Hegeangeln, mit stattlichem Ertrag. Der erfolgreichste Angler brachte stolze 26 Weißfische und nur eine Grundel zur Waage, die 3.800 g anzeigte. Bei den anderen Anglern war das Verhältnis umgekehrt, da waren in der Spitze 57 Grundeln und 2 Weißfische (die der Anglerin zum 4. Platz verholfen) zu verzeichnen. Sie sind nicht sehr beliebt, die Grundeln. Auch Beifang in Gestalt von schwarzen Krebsen fand nicht so Anklang, der landete schwups wieder im Wasser. Insgesamt zeigten sich die Angler sehr zufrieden. Und erst recht noch mal, wenn sie beim Regenguss schon zu Hause saßen. Nächster Treff am Havelkanal ist am 28.06. um 06:00 Uhr zum Sortenfischen.

In die weitere Zukunft blicken sie jedoch besorgt. Konnten sie jüngst im Chat das Auftauchen eines kleinen Zanders feiern, versetzte sie die Nachricht von der Umsetzung des Ausbaus des Havelkanals als letztem Projekt der deutschen Einheit die Wasserwege betreffend in Unruhe. Derzeit läuft die erforderliche Beteiligung u.a. der Bürgerinnen und Bürger am Planfestestellungsverfahren. Die Planungsunterlagen finden sich auf dem Antrags- und Beteiligungsportal des Bndes beteiligung.bund.de zur Vorhaben-ID V-W100032, und in der Gemeinde Wustermark, Fachbereich II „Gemeindeentwicklung, Klimaschutz und Soziales“ in der Hoppenrader Allee 1 in Wustermark. Die Einsicht ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung bei Frau Melde unter 033234 73208.

Danach soll bis 2033 der Kanal um etwa 90 Zentimeter vertieft werden und auf eine Breite von mindestens 42,20 m ausgebaut, um auch Motorcontainerschiffen die Anfahrt zum „Hafen Wustermark „Havelport Berlin“ zu ermöglichen. Diese transportieren nach Angaben des Betreibers vor allem Holzpellets für die Berliner Kraftwerke. Dafür, so befürchten die Angler, wird die Natur im Kanal für viele Jahre durcheinandergebracht, und so gerät die positive Entwicklung des Fischbestandes des Gewässers in Gefahr. Zudem würden die Angelplätze und Wettkampfstrecken unbenutzbar und die nötigen Hege- und Pflegemaßnahmen undurchführbar.

Einwendungen können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Organisationen oder anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigungen bis zum 22.07.2026 anbringen. Schriftliche Einwendungen müssen bis zu diesem Tag bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Planfeststellung Ost, Gerhart-Hauptmann-Straße 16, 39108 Magdeburg ankommen!

Plakat für das Stadtradeln vom 23.6. - 13.07.2025

Flott, flott

Das Stadtradeln läuft wieder, und Ketzin und die Ortsteile machen mit. Seit Montag bis zum 13. Juli 2025 sammeln Radfahrerinnen und Radfahrer wieder Kilometer für den Klimaschutz. Anmelden auf www.stadradeln.de/ketzin-havel, Team auswählen (gerne die Falkenrehder Fahrradfreunde) und Kilometerbuch führen oder die eigenen Fahrten direkt über die App auf dem Smartphone erfassen und fertig. Wer sich lieber nicht tracken lassen oder anmelden will, kann seinen Kilometerstand auch gerne der Ortsvorsteherin unter 03323380340 ansagen.

Mit der Teilnahme können wir uns nicht nur an der gesunden Fortbewegung durch eine doch ansehnliche Landschaft freuen, sondern auch den Klimaschutz unterstützen. Dass dies auch in Ketzin/Havel und den Ortsteilen dringend angegangen werden muss, zeigt ein Bericht für das Projekt „Erstellung und Test einer Checkliste für den Einstieg in die kommunale Klimaanpassung für kleine Kommunen in Brandenburg„, hier verlinkt auf das Bürgersystem von Ketzin/Havel. Erstattet wurde er im Bauausschuss im Juni und analysiert, auf welchen Feldern die Kommune sich auf Klimaveränderungen einstellen kann und muss. Für sog. vulnerable Gruppen, besonders gefährdete Menschen wird der Handlungsbedarf bereits jetzt „aktuell und in naher Zukunft“ als „mittel“ und in ferner Zukunft als „hoch“ eingeschätzt. Hierzu zählen u.a. auch die über 65jährigen, für die der Kreisseniorenrat das folgende Hinweisblatt veröffentlicht hat:

Das Umweltbundesamt hat für die Bevölkerung einen „Hitzeknigge“ herausgegeben, in dem für weitere verletzliche Gruppen wie Kleinkinder, Schwangere oder körperlich oder im Freien Arbeitende Tipps zu finden sind.

Doch nicht nur die Menschen, auch die Natur leidet. „Erdelöcher fallen trocken“, konstatiert der Bericht, und trotz insgesamt geringer Vermehrung von Schädlingen im Wasser breitet sich die Grundel aus (die von Anglern inbrünstig gehaßt wird), und auch der „Rote Amerikanische Sumpfkrebs“ ist bereits gesichtet worden, „eine invasive Art, die vom Klimawandel profitiert“.

Ein weiteres Handlungsfeld ist daher z.B. die Trockenheit bei Neuanpflanzungen von Bäumen und Absterben von Altbaumbeständen, die immer häufiger zu Schäden führen wie bei dem gestrigen Unwetter, für das eine Orkanwarnung herausgegeben wurde: Äste von unter Trockenheit leidenden Bäumen werden abgerissen, ganze Bäume fallen um und beschädigen im schlimmsten Fall Infrastruktur und Eigentum wie Häuser und Fahrzeuge. Letztere sind gestern zumindest auf dem Sportplatz nicht zu Schaden gekommen, und auch insgesamt hielt es sich diesmal in Grenzen. Aber perspektivisch ist mit häufigerem Aufkommen solcher Extremwetterereignisse zu rechnen.

Sportplatz Falkenrehde nach dem Unwetter
Logo der Tour de Tolérance

Vorsicht, Fahrradfahrer!

Ist an den Kreuzungen mit dem Fahrradweg grundsätzlich angesagt, aber am kommenden Samstag erst recht. In Falkensee startend wird die 23. Tour de Tolérance gegen 13:00 Uhr Falkenrehde durchfahren, Details hier. Und das vermutlich recht flott, denn nicht nur winkt in Ketzin die nächste Pinkelpause, sondern die Veranstalter haben die insgesamt 72 Kilometer unter das Motto „Zeit, Stärke zu zeigen“ gestellt. Und dies gilt für jeden der Haltepunkte. Wer also mag, kann sich in Ketzin gerne der Tour nach Elstal anschließen.

Preisverdächtig!

Diese leckere Torte gab es am Stand der Kita „Wirbelwind“ auf dem 14. Havelländer Erntefest, dass von der Stadt Ketzin/Havel ausgerichtet wurde. Er bot aber nicht nur leckere Naschereien, sondern auch eine originell zusammen-gebaute Trainingskuh, an der Interessierte einen Eindruck von dem ursprünglichen Melkerhandwerk bekamen. Natürlich durfte auch bei diesem Fest die Feuerwehr und der e.V. nicht fehlen. Schon vom Eingang leuchteten dem Neuankömmling die roten Fahrzeuge des Traditionszuges entgegen, der von den Schraubern liebevoll in Stand gehalten wird, und auf dem Festplatz freuten sich durstige Kehlen über den Getränkewagen. Die Feuerwehr der Stadt kam mit der Drehleiter, die von glücklichen Lotteriegewinnern bestiegen werden durfte.

Trainer Jan Katzwedel im Pokalspiel gegen Falkensee-Finkenkrug

Gastspiel der Seniorfalken am Samstag

Hochbetrieb auf dem Ketziner Sportplatz sorgt für ein in Falkenrehde seltenes Vergnügen: Im Spitzenspiel der Kreisliga Ü 50 trifft das Team von Trainer Jan Katzwedel am Samstag ab 14:00 Uhr auf den SV Empor Schenkenberg. Allerdings können die Gäste angesichts eines Rückstands von 12 Punkten auf den Tabellenführer nicht wirklich auf die Spitze hoffen. Spannend wird es trotzdem.

In Ketzin am Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg findet am Vormittag das Kindertagsspektakel der Küken statt. Schon um 10:00 ist Anpfiff für die F-Jugend gegen ESV Lok Elstal, um 11:00 Uhr spielen die E-Junioren in der 3. Kreisklasse gegen den FSV Eintracht Glindow III und um 11:30 Uhr startet das Kinderfest.