Um Antwort wird gebeten

Noch bis zum 30.11.2023 ist Ihre Meinung gefragt beim Bürgerdialog. Online können Sie hier an der Umfrage teilnehmen und zu den Perspektiven der Stadt Ketzin/Havel Ihre eigene Ansicht kundtun. Und mit ein bisschen Glück sogar einen Preis gewinnen – mit viel Glück ein Abendessen mit der Bürgermeisterin Katrin Musshoff.

„Was für den einen Trödel ist, ist für den anderen ein großer Schatz“ – oder zumindest vielleicht noch ein Weihnachtsschnäppchen. An Ständen im und um das Dorfgemeinschafts-haus können Sie gerne Ihre Schätze anbieten oder erwerben, wenn am 1. Advent der Familien-weihnachts-trödelmarkt stattfindet. Für die Weihnachtsstimmung sorgt musikalische Unterhaltung durch die Musikschule Fröhlich und die Ketziner Havelklänge, sowie ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken.

Auch die Falken bitten um Anmeldung – für die Seniorenfreizeittrainingsgruppe. Die hat unlängst ihr Training in Falkenrehde aufgenommen, ohne größere Ambitionen als zusammenkommen und sich zu bewegen. Donnerstags um 16:00 Uhr ist Treffpunkt auf dem Sportplatz, wenn es das Wetter erlaubt.

Alle satt gekriegt

Die Erleichterung ist ihm anzusehen: „Trotz des großen Andrangs haben wir das Eisbein- und Kassleressen gut geschafft,“ so Lothar Fiedler, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehr e.V. , und setzt hinzu: Bis jetzt. Blitzschnell waren die Voranmeldungen auf seinem AB gelandet, und neben den Abholenden waren noch weitere 150 Portionen, die vor Ort verspeist wurden. Deshalb waren zwar alle satt und zufrieden, die zum Schmausen gekommen waren, doch die Kameradinnen und Kameraden starteten den nächsten Einsatz: Aufräumen und Säubern der Küche standen ebenso noch an wie der Abbau der Tische und Bänke, so dass es nach der Verteilung der Leckerbissen und am nächsten Morgen für viele gleich weiterging. Und tatsächlich werkelten die Enthusiasten bis in den Nachmittag hinein, wo die anderen schon nach Ketzin zum Stadtderby zwischen den Falken und den Wachow/Tremmenern aufbrachen. Ein sehenswertes 5:0 bewies der anwesenden Falkenrehder Fantruppe, die einen erklecklichen Anteil am Gesamtbesucheraufkommen von 180 Zuschauern hatte, dass sie alles richtig gemacht haben.

Alles richtig gemacht hat auch der Schatzmeister des Angelvereins Falkerehde e.V. Rainer Schelk, der mit einem 42 cm-Hecht beim Raubfischfischen in Tremmen einen Pokal holte. Glückwunsch!

Soweit alles gut. Was sonst noch so gut ist oder auch nicht, will die Verwaltung mittels Bürgerdialog herausbekommen und mehr über die Zukunftserwartungen der Einwohnerinnen und Einwohner erfahren. Die online-Umfrage finden Sie hier. Um die Zukunftserwartungen dreht es sich auch bei der Havelländischen Energiekonferenz, die am kommenden Freitag in Semlin stattfinden wird und sich mit den verschiedenen Aspekten der Beteiligung der Städte und Kreise an Energieprojekten beschäftigten. Gesetzliche Regelungen machen verschiedene Beteiligungsmodelle möglich, mit denen Kommunen finanzielle Vorteile aus der Bereitstellung von Flächen für erneuerbare Energien ziehen können. Schon am Donnerstag, dem 09.11.2023 findet die Einwohnerversammlung zum Thema Wasserstoffspeicherung als Pilotprojekt statt.

Rekordjagd

Vom Rekordwetter reden viele, dabei ist noch einiges andere rekordverdächtig:

Beim Friedfischangeln des Angelvereins am Havelkanal beeindruckte der Sieger des Wettbewerbes um den größten Fisch mit einem 62 cm großen Aal, der Vorsitzende gratulierte herzlich.

Einen gänzlich anderen Rekord stellte der Feuerwehr e.V. auf, binnen drei Tagen war das Eisbein- und Kassleressen ausverkauft.

Und schließlich gibt es von den Falken zu vermelden, dass sie den dritten Sieg in Folge eingefahren und die Tabellenführung in der Kreisliga A des Havellandes ausgebaut haben. Außerdem führt Kapitän Leon Hipp die Torjägertabelle an, dicht gefolgt von zwei Schützen aus Hohennauen, die die Falken diesen Sonntag besuchen werden.

Einen Negativrekord erreicht nach Meinung der Anwohner das Problem der Entwässerung der Straße der Jugend am unteren Teil am Sportplatz. Bei starken Regenfällen läuft das Wasser von den Feldern auf die bebauten Grundstücke und verstärken natürlich dann auch die Straßenschäden. Und die werden ja nicht seltener und richten zudem immer größere Schäden an, wie die Einwohner der Stadt Brandenburg/Havel erleben mussten. Aktuell seien, so berichteten sie in der Ortsbeiratssitzung am Montag, auch noch die Reste der Kabelarbeiten der Telekommunikationsunternehmen zu besichtigen, die dort einfach liegengelassen wurden. So wird sich vermutlich der Wirtschaftshof auch darum kümmern müssen, der nach Mitteilung von Bauamtsleiterin Frau Pönisch auch das Entwässerungsproblem entschärfen wird.

Entschärft hat die Stadt auch einige Probleme mit der Straßenreinigungssatzung, vor allem bei der Kategorisierung. Jetzt hat die Kämmerin eine 1. Änderung zur Straßengebührenreinigungs-satzung vorgelegt, in der die übliche Anpassung der Gebühren an die aktuelle Entwicklung vorgenommen wird.

Uetzer Weg – wie weiter?

Um das zu besprechen, trafen sich die Anwohnerinnen und Anwohner des Uetzer Weges mit dem Ortsbeirat und Bauamts- und Fachbereichsleiterin Sabine Pönisch, die die Ausführungsplanung vorstellte, die am Montag, dem 28.08. in die Beratung in den Ausschüssen und im September in die Stadtverordnetenversammlung geht.

In der Planung war der Wunsch der Anwohner, keinen Gehweg, aber Parkplätze zu errichten, berücksichtigt worden. Im „Maximalausbau“ werden entlang des Weges, beginnend mit dem Spielplatz bis zum Ende der Ausbaumaßnahme sowie in einer „Anbindungszone“ zwischen dem Alt- und Neubau der Straße, Parkplätze angeboten.

Dafür kommt es erstmal darauf an, dass alle Anwohner überhaupt Parkplätze vor dem eigenen Grundstück haben wollen. Wer dies nicht will, möge sich bitte umgehend melden bei der Stadt (tiefbau@ketzin.de) oder beim Ortsbeirat (ortsbeirat@falkenrehde.de) oder Telefon 80340. Außerdem hängt es von der Finanzierbarkeit ab. Die Baukosten, die ursprünglich mal mit knapp 300.000 € angesetzt waren, waren bis zur letzten Anwohnerversammlung schon auf knapp 600.000 € gestiegen, nach Auskunft des Planungsbüros haben sie jetzt noch einmal angezogen. Dann kann es sein, dass für diesen Fall Parkplätze gestrichen werden müssen, beginnend mit denen am Spielplatz.

Unklar ist auch noch das Schicksal der Betriebshaltestelle. Havelbus plant möglicherweise die Weiterführung der Buslinie, so dass die Pausenhaltestelle am Uetzer Weg nicht mehr gebraucht wird. In diesem Fall hat Frau Pönisch vorausschauend die Möglichkeit von Parkflächen dort offengehalten. Im Dezember wird Havelbus die Vorbereitung des neuen Fahrplans abgeschlossen haben, dann wissen wir mehr. Auch, ob eine Toilette erforderlich sein wird. Die wird aufgestellt, wenn es bei der Betriebshaltestelle bleibt.

Diskussionen löste die Verkehrsschilderplanung aus. Dazu muss man wissen, dass der Straßenbau im Uetzer Weg ein Neubau ist. (Achtung: Das ist nicht dasselbe wie die – beitragspflichtige – Erschließung!)

Wie Frau Pönisch erklärte, bleibt von der alten Straße nur die Trasse erhalten, alles andere muss wieder hergestellt werden. Wenn nun eine Straße von neuem „grundhaft ausgebaut“ wird, muss auch die Verkehrsbeschilderung neu erfolgen. Da die Straßenverhältnisse sich geändert haben, prüft die Straßenbehörde neu, ob und welche Verkehrsbeschränkungen erfolgen müssen, wobei maximale Bewegungsfreiheit für Autofahrer das Mass aller Dinge darzustellen scheint. (Dazu unten mehr) Und wenn eine Straße schön glatt und gut zu überblicken ist, braucht man nach Meinung der Straßenbehörde keine Einschränkungen der Autofahrer/innen. Damit wäre Tempo 30 weg. Um also die Möglichkeit einer Tempo-30-Zone oder auch nur -beschränkung zu erhalten, haben die Planer eine Einbahnstraßenführung von der Einfahrt Uetzer Weg von der Potsdamer Allee bis an die Ecke und herunter bis zur Bushaltestelle vorgeschlagen.

Mit dem Hinweis darauf, dass bei Bauarbeiten an einzelnen Häusern im Uetzer Weg die Baufahrzeuge die Zufahrt zu stellen, wie unlängst ein großer Bagger, kritisierte ein Anwohner die Einbahnstraßenplanung. Dann können die Anwohner der Streuobstwiesen ihre Häuser nicht erreichen, wenn die vorgesehenen Einbahnstraßen so ausgeschildert würden. Das nach intensiver Diskussion der verschiedenen Alternativen von der Ortsvorsteherin abgefragte Meinungsbild ergab eine klare Mehrheit für Tempo 30 auch bei Einbahnstraßenbeschilderung. Frau Pönisch wies zudem darauf hin, dass eine Blockade der Straße durch Bauarbeiten ohne die Zustimmung des Bauamtes gar nicht geht, die entsprechenden Vorhaben müssen angemeldet werden. Dann könnten die Parkplätze freigehalten werden für erforderliche Baugeräte und die AnwohnerInnen können trotzdem die Straße nutzen. Auf Nachfrage eines Anwohners wird die Planung auch noch mal mit der Landwirtschaft abgestimmt, um die Zufahrten zu den Feldern zu ermöglichen. Frau Pönisch wird erforderlichenfalls ein Zusatzschild für die Befreiung der landwirtschaflichen Fahrzeuge bei der Straßenbehörde beantragen.

Große Aufregung herrschte, als ein Anwohner wegen der Umweltverträglichkeit der Umgehungsstraße nachfragte, ob diese „durch das Biotop führe“? Diese Frage, insbesondere die genaue Lage des Biotops, konnte auf die Schnelle trotz der Anwesenheit der am Verkauf des Geländes Streuwiesen beteiligten Kirche nicht aufgeklärt werden. Frau Pönisch erläuterte hierzu, dass die Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde keine Hinweise auf vermeidbare Umweltbeeinträchtigungen ergeben habe, die Ausführung der Umgehungsstraße erfolge zudem mit Naturschotter auf Vlies. So kann die Umgehung rückstandsfrei zurückgebaut werden und das teure Material weiterverwendet werden. Das Vlies allerdings, räumte die Fachbereichsleiterin ein, „ist dann Müll.“ Ein weiterer Anwohner wies begrüßenswert pragmatisch darauf hin, dass man doch einfach mal hinnehme, dass die Untere Naturschutzbehörde keine Einwände hatte. Wie wahr, das ist schließlich ihr Job.

Frau Pönisch erklärte sich trotzdem bereit, genau in diesem Punkt noch mal nachzufragen. Sollte sich tatsächlich ein Problem ergeben, müsste während der Bauzeit jeweils halbseitig gesperrt werden. Die jetzige Planung ist auf maximale Bürgerfreundlichkeit ausgelegt, aber nachdem sich gezeigt hat, wie viele Menschen das Thema Umwelt bewegt hat, werden diese Mißlichkeiten sicher hingenommen werden.

Nicht hinnehmbar ist dagegen die Telekom AG. Frau Pönisch berichtete auf Nachfragen einer Anwohnerin, dass sämtliche Versuche, die Telekom zu erreichen, fehlgeschlagen seien. In Ketzin und den Ortsteilen hat das ehemalige Staatsunternehmen schon eine Ärgernisse dadurch hervorgerufen, das es mehr oder weniger frisch ausgebaute Straßen wieder aufgemacht hat, um Leerrohre (!) zu verlegen. Ohne gleichzeitig Anschlussmöglichkeiten zu schaffen. Noch Fragen?

Fragen bezogen auf die Baumaßnahme können Sie beim Ortsbeirat @falkenrehde.de loswerden oder an tiefbau@ketzin.de. Hier sollten auch schnellstmöglich die Erklärungen abgegeben werden, dass Sie keinen Parkplatz vor Ihrem Grundstück wollen.