Ausgereizt. Und kein Weihnachtsmarkt

Wieder einmal ist die Coronapandemie Hauptthema eines Beitrags. Doch die Neuregelungen vor allem in der Eindämmungsverordnung führen natürlich auch zu Einschränkungen im dörflichen Leben. So können die Skatrunden der Freiwilligen Feuerwehr e.V. und des Anglervereins nicht stattfinden. Letzterer muss auch seine Jahreshauptversammlung absagen, und mit dem bundesweiten Verbot der Weihnachtsmärkte sind auch unsere Pläne für den Familienweihnachtsmarkt gestorben. Aber besser Pläne als Menschen.

Dabei haben sich die Veranstalter an die Gegebenheiten angepasst, die Kontaktnachverfolgung und die Nachweiskontrolle organisiert. Wie schon beim Eisbeinessen des Feuerwehr e.V. wurde auch bei den Falken von Marco Massar für coronagerechten Betrieb gesorgt. Die Ruhe selbst, erklärte er immer mal wieder, warum die Kontrolle nötig ist. Seit gestern muss diese Kontrolle digital erfolgen. Die Nachweise sind die COVID19-EU-Zertifikate, die eingescannt und überprüft werden, ob sie die digitale Signatur des RKI tragen.

Luftige Fanreihen beim letzten Falkenspiel der Hinspielrunde

Und ebenso wie beim Eisbeinessen gab es einen deutlichen Besucherrückgang, nur 60 Zuschauer verfolgten das Match, das die Falken überraschend mit 2:1 gewannen. Damit wurden sie Tabellenführer und lösten Kloster Lehnin, das spielfrei hatte, an der Spitze ab.

Unerwartet gehen sie als Herbstmeister in die vorzeitige Winterpause, die der Landessportbund am gestrigen Abend ausgerufen hat. Ab sofort ist der Spielbetrieb in allen Altersklassen eingestellt, das Heimspiel am Sonntag gegen Hohennauen findet also nicht statt.

Noch nicht abgesagt sind die Beiträge zum „Musikalischen Adventskalender“, die in den verschiedenen Orten stattfindet. So berichtete Leierkastenmann Detlef Luther beim gestrigen Adventsbasteln des Seniorenverein (strikt 2G) von einem Auftritt von nicht weniger als einem halben Dutzend Drehorgelspielern, die sich am 14.12.2021 in Brieselang präsentieren werden.

In Ketzin hat sich das Blasorchester am 11.12.2021 am Nachmittag auf dem Platz vor der „Cantina“ angekündigt, und danach wird es auf dem Freigelände des Dorfgemeinschaftshauses Falkenrehde Adventsstimmung verbreiten.

Adventsklänge vom Blasorchester – ja, bitte!

Im Haus ist bereits festlich geschmückt, Christel Naumann und Christa Würfel haben sich um die Dekoration des Saales gekümmert, Barbara Ehrhardt hat den Schmuck für die Fenster gestaltet und angebracht. Der von Evelin Krellner geschmückte Weihnachtsbaum grüßt in voller Pracht neben den von Wolfgang Krellner hergestellten Schwippbogen, der letzte seiner Art mit selbstgeformten Bogen.

Um so schöner für die weiteren Mitglieder des Seniorenvereins, die bei ihrer Adventsveranstaltung einige der von Detlef Luther zu Gehör gebrachten Weihnachtslieder mitsangen und bereits jetzt ihre Weihnachts-geschenke erhielten. Man weiss ja nicht, wann man sich wiedersieht.

Womit wir wieder bei Corona wären. Und die Einschränkungen, die derzeit gelten.

Das Dorfgemeinschaftshaus ist geöffnet, aber 2G! Entsprechende Hinweise finden sich im Schaukasten und im Eingangsbereich, jeder Veranstalter hat die Regelungen einzuhalten. Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf Mitglieder desselben Haushalts, maximal zwei Haushalte oder insgesamt fünf Personen begrenzt. Geimpfte und Genesene mit den entsprechenden Nachweisen zählen nicht mit, Kinder unter 12 Jahren auch nicht. Für private Feiern ist die Ausnahme für bestimmte Anlässe gestrichen worden. Hier gelten die oben genannten Regelungen. Bei Veranstaltungen mit und ohne Unterhaltungscharakter sind Jugendliche bis 18 mit Testnachweis oder Elternerklärung und aus medizinischen Gründen Ungeimpfte mit Nachweis zugelassen, bei den Familienfeiern zählen sie aber mit!

Die Sportgruppen haben schon vor der Pflicht zur 2G-Zutrittsgewährung darauf geachtet, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geimpft sind. Und bei der überschaubaren Größe ist auch die Kontaktnachverfolgung gewährleistet.

Negativer Coronatest

Dunkelrot

ist die Darstellung des Landkreises Havelland im sogenannten Dashboard des Landes Brandenburg. Die Inzidenz liegt wieder über 200 und nahe 300, wie in neun weiteren Landkreise in Brandenburg. Und dies sind die niedrigsten Werte im Land. Es verwundert daher nicht, dass die Umgangsverordnung wieder Eindämmungsverordnung heißt. Danach wird es keinen Lockdown geben, kein Herunterfahren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Aber die bisherigen Einschränkungen gelten weiter und werden z.T. verschärft. Die Maskenpflicht, die im Dorfgemeinschaftshaus insbesondere in den Gängen gilt, verlangt zukünftig grundsätzlich eine FFP2-Maske.

Nachweise erforderlich

Bis jetzt müssen Besucherinnen und Besucher des Dorfgemeinschaftshauses eine E-Mailadresse oder eine Telefonnummer hinterlassen. Die QR-Codes von Luca und der Coronawarnapp sind am Eingang angebracht. Dort werden auch die Impfausweise kontrolliert bzw. Genesenennachweis oder Testergebnis. Über die Aushänge werden wir weiter informieren, Interessenten für die Nutzung der Räume des Dorfgemeinschaftshauses erhalten ein Informationsblatt.

wurde auch in Falkenrehde schon gesichtet: Der Wiedehopf. (Bild von linda1978 auf Pixabay)

Dunkelrote Punkte tragen auch vier von fünf Finalisten. Bis zum Donnerstag läuft noch die Wahl zum „Vogel des Jahres“, die vom NABU durchgeführt wird und auf gefährdete Arten hinweist. Zu denen gehören auch die ebenfalls wunderhübschen Bluthänflinge, die ein rotes Lätzchen tragen und ein paar rote Feder auf der Stirn, oder die blauglänzende Mehlschwalbe. Auch der Steinschmätzer mit seiner schwarzen Augenbinde ist rot gekennzeichnet. Allein der letzte Kandidat darf noch optimistischer in die Zukunft blicken: Der Feldsperling ist akut nicht gefährdet, doch wer weiss, wie lange noch.

Silke Bergedorf, Mitinitiatorin der „Bürgerinitiative Potsdam Nord“ hat darauf hingewiesen, dass der Wiedehopf auf den aufgelassenen Obstwiesen zwischen Satzkorn und Paaren vorkommt. Auch eine Falkenrehder Vogelfreundin freute sich über eine Sichtung in der Nähe ihres Hauses. Grund genug also, einfach mal für den Wiedehopf zu stimmen. Hierzu ruft die BI, die schon ihre Broschüren mit den Informationen über das Projekt „Raststätte Havelseen“ mit dem Wiedehopf schmückte, ausdrücklich auf.

Grauer Himmel über den Falkenrehder Feldern

Grau und trübe – von wegen

Auch wenn der Himmel über Falkenrehde ein wenig grau erscheint, sollte man sich nicht abschrecken lassen. Heute um 14:00 Uhr steigt auf dem Sportplatz eine Partie der zur Zeit bärenstarken Falken (Himmel, hilf, noch schräger geht das Bild wohl nicht, d.Red.) gegen die Blau-Weißen aus Pessin. Die beiden Teams verbindet eine lange und wechselhafte Geschichte, in der mal das eine, mal das andere gewonnen hat. Und obwohl die Verhältnisse klar zu sein scheinen (Falke 3., Pessin 11. Tabellenplatz) wissen wir ja, dass die Falken gegen die vermeintlich unterlegenen Teams „gerne“ auch mal schwächeln. Aber in Falkenrehde gewinnen sie öfter mal, also darf man gespannt sein.

Am 9. November, erinnert der Pfarrsprengel Fahrland, zu dem auch unsere Falkenrehder Kirche gehört, an die Pogromnacht im November 1938, die die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung einleitete. Nie zu vergessen und ein Zeichen zu setzen für Menschenwürde und Demokratie ist so wichtig für unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkelkinder. Deshalb wirbt auch Michael Mielke, ehemals Neu Falkenrehder und aktuell Falkenrehder, für die Veranstaltung, was wir gerne zum Anlass nehmen, das auch zu tun. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr auf dem Nahkauf-Parkplatz, von wo aus ein stiller Gedenkspaziergang durch Fahrland beginnt. Im Anschluss daran wird ein Programm stattfinden, bei dem auch und besonders die jungen Menschen zu Wort kommen sollen. Beendet wird die Veranstaltung mit jüdischer Poesie und Musik.

Der November ist nicht nur von geschichtlicher Bedeutung, sondern auch der offizielle Beginn der fünften Jahreszeit. Die wird am Mittwoch, 10.11.2021 von den Seniorinnen und Senioren etwas vorfristig eröffnet. Ab 15:00 Uhr sind alle Närrinnen und Narren im Dorfgemeinschaftshaus herzlich willkommen. Kostümierung erwünscht.

Statt Kaffee und Kuchen gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Falkenrehde e.V. am gestrigen Samstag Abend Kassler und Eisbein, 100% Coronakonform. Wer geimpft oder genesen war, konnte seine Portion vor Ort genießen. Dieses Angebot wurde von den Falkerehderinnen und Falkenrehdern dankend angenommen. Auch aus der Nachbarschaft und selbst von weiter weg von Paaren über Potsdam(City) bis Krampnitz kamen die Fans der herzhaften Küche, die sich am Eingang einer Coronakontrolle unterziehen und den Impfausweis vorlegen mussten.

Enrico Keßler, Vereinskassierer der e.V. und Feuerwehrmann-Anwärter, bereitet die Einlasskontrolle vor
Enrico Keßler, Vereinskassierer der e.V. und Feuerwehrmann-Anwärter, bereitet die Einlasskontrolle vor

Und nicht nur hier zeigte sich, dass Corona unser Leben verändert hat: Ein nach Meinung von Detlef Edeling, Vorsitzender des Vereins, überraschend großer Anteil der rund 230 Portionen, die in der Küche des Vereinsheims zubereitet wurden, wurde zum Verzehr am heimischen Tisch abgeholt.

Hatte reichlich zu tun: Nadine Radoy, Oberlöschmeisterin und Beisitzerin im Vereinsvorstand.

Trotzdem blieben viele vor Ort und erfreuten sich nicht nur an Speisen und Getränken, sondern auch am geselligen Miteinander, das jetzt endlich wieder möglich war. Deshalb nimmt der FFW Falkenrehde e.V. auch die beliebte Tradition des Preisskats wieder auf (auch mit Einlaßkontrolle), die diesjährige Runde beginnt am kommenden Freitag, 12.11.2021 ab 18:30 Uhr.